Zwischen Planung und Abwarten: So buchen Kundinnen und Kunden bei DERTOUR Suisse

Die Schweizerinnen und Schweizer planen wieder langfristiger – und teilweise sogar früher als in den Jahren vor der Pandemie. Ein Blick auf die Buchungen bei DERTOUR Suisse zeigt einen klaren Trend zum frühzeitigen Buchen, sowohl für Kurzstrecken- als auch für Langstreckendestinationen. Einzelne Destinationen stechen dabei besonders hervor.

Die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten führt bei einem Teil der Reisenden zu einer gewissen Zurückhaltung, sodass einzelne Reiseentscheide derzeit wieder vermehrt kurzfristiger getroffen werden. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass die Kundinnen und Kunden von DERTOUR Suisse ihre Ferien nach dem pandemiebedingten Einbruch der Vorausbuchungszeiten inzwischen wieder deutlich früher buchen als vor der Pandemie. So lag die durchschnittliche Vorausbuchungszeit bei Kuoni und Helvetic Tours im Jahr 2025 bei 122 Tagen und damit über dem Niveau von 113 Tagen im Jahr 2019. Bei Hotelplan und Migros Ferien zeigt sich ein ähnliches Bild: Badeferien werden heute mit durchschnittlichen 94 Tagen vor Abreise so früh gebucht wie schon lange nicht mehr.

Karibik und Fernreisen besonders früh geplant
Fernreisen werden bei DERTOUR Suisse am häufigsten gebucht – allen voran beliebte Badeferien-Destinationen in der Karibik, die exemplarisch für besonders auffällige Unterschiede bei den Vorausbuchungszeiten stehen. So lässt sich beispielsweise bei Hotelplan und Migros Ferien für Jamaica eine klare Verschiebung hin zu früheren Buchungen erkennen: Im Jahr 2025 lag der Buchungszeitpunkt rund 47 Tage früher als noch vor der Pandemie im 2019. Bei Kuoni und Helvetic Tours zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Jamaica wurde im Jahr 2025 mit 119 Tagen sogar 40 Tage später gebucht als noch 2019. Ganz ohne spontane Karibik-Fans geht es aber offenbar doch nicht: Im Jahr 2023 wurden Reisen nach Antigua vereinzelt erst 17 Tage vor Abreise gebucht.

Auch andere Fernreiseziele wie Thailand oder La Réunion folgen diesem Trend. Eine deutliche Entwicklung zeigt sich bei La Réunion: Die Insel wurde bei Migros Ferien und Hotelplan 2025 fast doppelt so früh gebucht wie 2019. Bei Kuoni und Helvetic Tours lag die Vorausbuchungszeit 2025 sogar bei durchschnittlich 168 Tagen und damit rund einen Monat früher als vor der Pandemie.

Klassische Last-Minute Reiseziele treiben Frühbucher-Trend 
Bei klassischen Badeferiendestinationen in Europa zeigt sich insgesamt ein deutlicher Rückgang bei Last-Minute-Buchungen (bis 14 Tage vor Abreise). Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung bei Griechenland und Spanien, zwei der wichtigsten Last-Minute-Destinationen bei DERTOUR Suisse. Hier springen unsere Kundinnen und Kunden vermehrt auf den Frühbucher-Zug auf: Während Spanien bei Hotelplan und Migros Ferien 2017 noch durchschnittlich 54 Tage und 2023 75 Tage vor Abreise gebucht wurde, lag die Vorausbuchungszeit 2025 bereits bei 87 Tagen.

Gleichzeitig zeigen einzelne Destinationen eine gegenteilige Entwicklung: Die Türkei und Tunesien haben nach der Pandemie deutlich an kurzfristigen Buchungen gewonnen – insbesondere 2023 wurden deutlich mehr Last-Minute-Reisen gebucht als noch 2019, und auch 2025 blieb die Nachfrage nach spontanen Ferien erhöht. «Die Türkei und Tunesien zählten bereits vor der Pandemie zu den Destinationen mit einem hohen Anteil an kurzfristigen Buchungen. Hohe Flug- und Bettenkapazitäten sowie eine grosse Angebotsvielfalt schaffen ideale Voraussetzungen für kurzfristige Reisen», ordnet Victoria Studer, Director Tour Operating von Hotelplan und Migros Ferien, ein.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Last-Minute-Buchungen im Vergleich zu 2019 (Index = 100 %). So bedeutet etwa der Wert von 337 % für die Türkei im Jahr 2023, dass mehr als dreimal so viele kurzfristige Buchungen registriert wurden wie im Jahr 2019.