Der vielleicht deutlichste Unterschied zwischen den Sprachregionen liegt im Buchungsverhalten unserer Kundinnen. In der Deutschschweiz buchen 38 % der alleinreisenden Frauen online. Besonders ausgeprägt ist die Web-Affinität zwischen 31 und 40 Jahren mit 59 %. Ganz anders ist dies in der Romandie: Dort werden nur 19 % der Soloreisen online gebucht. Bereits bei den 19- bis 30-Jährigen liegt der Anteil von Buchungen in den Filialen bei 71 %. Bei Frauen über 70 Jahren steigt er sogar auf 88 %. Während die Deutschschweiz hybrid unterwegs ist, bleibt die Westschweiz klar beratungsorientiert und das über alle Altersgruppen hinweg.
Romandes zieht es in die Ferne, Deutschschweizerinnen bevorzugen klassische Badeferien
Auch bei der Wahl der Destination zeigt sich eine feine kulturelle Linie. Deutschschweizerinnen bevorzugen klassische Badeferienziele. Hurghada, Mallorca oder Larnaca führen die Liste an. Mit Reisen in die Sonne und ans Meer stellen Deutschschweizerinnen die Erholung ins Zentrum. Westschweizerinnen wählen zwar ebenfalls warme Destinationen wie Tunesien oder Mauritius. Doch auffällig ist: Mit Berlin und New York finden sich gleich zwei Städte unter den Top 10. Zudem fällt auf, dass zwei der drei Topdestinationen der Romandes französischsprachig sind. Neben der stärkeren Affinität zu urbanen Reisezielen und der Kombination von Erholung mit Kultur und Lifestyle scheint damit auch die gemeinsame Sprache bei Soloreisen eine Rolle zu spielen.
Top 10 DE-CH | Top 10 FR-CH |
Hurghada Mallorca Larnaca Marsa Alam Malediven Djerba Graubünden Antalya Gran Canaria Teneriffa | Djerba Mauritius Hurghada Berlin Teneriffa Fuerteventura Ponta Delgada (Azoren) New York Bali Faro |
Deutschschweizerinnen sind in jungen Jahren öfter alleine unterwegs als Romandes
Das Durchschnittsalter unserer Kundschaft ist ähnlich in beiden Sprachregionen: 41,7 Jahre in der Deutschschweiz, 42,3 Jahre in der Romandie. Doch die Altersverteilung unterscheidet sich: In der Deutschschweiz beginnt die Nachfrage bereits bei jungen Erwachsenen ab 18 Jahren und erreicht ihren Höhepunkt in den frühen 40ern. In der Romandie konzentriert sich die Nachfrage stärker auf das mittlere Alter, mit einem klaren Peak bei 46 Jahren. Ab 69 Jahren nimmt die Reisetätigkeit alleinreisender Frauen in beiden Regionen deutlich ab.
Die durchschnittliche Reisedauer beträgt gut fünf Tage – dennoch bleibt mehr als jede dritte alleinreisende Frau länger als eine Woche unterwegs. Solo bedeutet also nicht zwingend Kurztrip, sondern oft bewusste Auszeit.
Soloreisen werden langfristiger geplant und höher budgetiert
Spontane Soloreisen sind die Ausnahme. In der Deutschschweiz liegt die durchschnittliche Vorausbuchungsfrist bei knapp 50 Tagen, in der Romandie bei rund 65 Tagen. Fast 30 % buchen mehr als ein halbes Jahr im Voraus, einzelne sogar über ein Jahr vorher. Solo-Trips werden folglich eher bewusst geplant als spontan gebucht. Bezüglich Budget zeigen sich Westschweizerinnen spendabler: In der Romandie geben alleinreisende Frauen 6 % mehr aus. Zudem fällt auf, dass im Jahr 2026 alleinreisende Frauen pro Reise deutlich mehr ausgeben als im Vorjahr – in der Deutschschweiz 28 % mehr, in der Romandie 26 % mehr.
Frühling ist Frauensaison
Saisonal zeigt sich ein gemeinsames Muster mit regionaler Nuance. In der Deutschschweiz ist der Frühling mit 37 % klar die beliebteste Reisezeit – noch vor Sommer und Winter. In der Romandie liegen Frühling (35.3 %) und Sommer (34.6 %) fast gleichauf. Der Herbst spielt in beiden Regionen mit rund 14 % nur eine Nebenrolle.
Ob digital oder im Reisebüro gebucht, ob Badeferien oder Städtereise: Soloreisen von Frauen folgen in beiden Sprachregionen klaren Mustern und zeigen, dass sich Reiseverhalten regional deutlich unterscheidet.
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