Das Mittelmeer bleibt Favorit, Norden überrascht: So reist die Schweiz im Sommer 2026

DERTOUR Suisse hat die Sommerbuchungen 2026 analysiert. Die Auswertung zeigt ein klares Bild: Klassische Badeferien im Mittelmeerraum bleiben stabil und sind nach wie vor besonders gefragt. Gleichzeitig gewinnen kühlere Destinationen, Fernreisen und spezialisierte Individualangebote deutlich an Bedeutung. Auffällig sind zudem anhaltende Unterschiede im Reiseverhalten zwischen der Deutsch- und der Westschweiz.

Auch im Sommer 2026 dominieren klassische Badeferien das Buchungsgeschehen. Spanien und Griechenland führen schweizweit weiterhin die Ranglisten an. Gleichzeitig zeigen sich klare regionale Präferenzen:

In der Deutschschweiz zählen neben Mittelmeerzielen auch Freizeit- und Erlebnisdestinationen wie der Europa-Park zu den beliebtesten Sommerzielen, während in der Westschweiz vermehrt All‑Inclusive‑ und Badeferienziele in Tunesien oder in der Türkei nachgefragt werden.

Destinationen mit guter Erreichbarkeit, breitem Angebot und attraktivem Preis‑Leistungs‑Verhältnis bleiben damit zentrale Pfeiler des Sommergeschäfts.

Top 5 Kurzstreckendestinationen 2026

 

Deutschschweiz

  1. Spanien

  2. Griechenland

  3. Deutschland (Europapark)

  4. Italien

  5. Zypern

Romandie

  1. Griechenland

  2. Tunesien

  3. Spanien

  4. Türkei

  5. Zypern

Fernreisen: Verlagerung nach Westen und Afrika

Auf der Fernstrecke zeigt sich im Sommer 2026 insgesamt eine stabile Nachfrage, allerdings mit klaren Verschiebungen innerhalb der beliebtesten Zielregionen. Klassische Badefernziele wie die Malediven oder Mauritius bleiben gefragt. Gleichzeitig weichen viele Reisende im Hinblick auf den anhaltenden Nahost-Konflikt vermehrt auf westlich gelegene Destinationen wie Kanada oder ausgewählte Ziele in der Karibik aus. Auch afrikanische Destinationen wie Tansania oder kombinierte Safari‑Reisen gewinnen an Bedeutung. 

Top 5 Langstreckendestinationen 2026

 

Deutschschweiz

  1. Kanada

  2. Malediven

  3. Tansania

  4. Dominikanische Republik

  5. Thailand

Romandie

  1. Tansania

  2. Kanada

  3. Indonesien

  4. Dominikanische Republik

  5. Mauritius

Coolcation im Trend: Schweizer:innen setzen auf mildere Temperaturen

Ein besonders auffälliger Trend im Sommer 2026 ist die steigende Nachfrage nach sogenannten Coolcations – also Reisen in Regionen mit moderateren Temperaturen.

Vor allem Destinationen in Nordeuropa, Grossbritannien und Kanada verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr ein starkes prozentuales Nachfragewachstum. Während diese früher eher als Nischenprodukte galten, rücken sie nun in den Mainstream vor. Gründe dafür sind unter anderem steigende Temperaturen im Mittelmeerraum und das wachsende Bedürfnis nach aktiveren Ferienformen. Neben klimatischen Faktoren spielt auch das Sicherheitsbedürfnis eine Rolle: Der Norden wird von vielen Reisenden aktuell als besonders verlässliche und sichere Alternative wahrgenommen. 

Die Daten zeigen klar: Coolcation ist kein kurzfristiger Trend, sondern entwickelt sich zu einem festen Bestandteil des Sommergeschäfts.

Top Coolcation-Destinationen 2026 

  1. Kanada

  2. Norwegen

  3. Schottland 

  4. Schweden

  5. Island

Reisebudget: Bewusste Entscheidungen statt grundlegender Veränderungen

Beim Reisebudget zeigen sich differenzierte Entwicklungen. Für klassische Badeferien geben Schweizer Reisende durchschnittlich leicht weniger aus als im Vorjahr. Gleichzeitig steigen die Budgets für Individual‑ und Spezialreisen deutlich an – besonders ausgeprägt in der Westschweiz.

Reisebudget im Vergleich zum Vorjahr

 

Badeferien

Individualreisen

Deutschschweiz

-4.5%

+7.9%

Romandie

-2.4%

+10%